Vereinsausflug Ahornboden

2021-10-10

Bei wunderschönem Wetter starteten 11 Personen mit 2 VW-Bussen Richtung Tirol in den Naturpark Karwendel. Über Zirl – Scharnitz – Wallgau – entlang der mäandrierenden Isar und der noch sehr natürlichen Riß zu unserer Unterkunft nach Hinterriß. Im dortigen Naturparkzentrum erhielten wir eine kompetente Einführung in die Geschichte und Funktion des Naturparkes.

Nach einem sehr guten Mittagessen führen wir Richtung Eng am Talende. Die letzten Kilometer wanderten wir durch den bekannten großen Ahornboden und wieder zurück. Dabei waren wir überwältigt von der traumhaften Landschaft, dem Kontrast der weißen Kalkriesen zu den bereits stark verfärbten Ahornäumen. Die Fotoapparate waren ob der tollen Motive fast im Dauereinsatz. Diese beeindruckende Lanschaft und auch die Eindrücke bei der Anreise ins Tal machen verständlich, dass dieses Gebiet in Form eines Naturparkes unbedingt geschützt werden muss. Die Schattenseite dieser der Bekannheit als lohnenswertes Ausflugzieles waren die 1.500 – 2.000 Autos, die an schönen Wochenendtagen das Tal flutenden. Der Busverkehr als mögliche Alternative oder wenigstens als Ergänzung ist leider nur kümmerlich ausgebaut.

Beim Abendessen im Gasthof zur Post hatten wir dann endlich Zeit uns näher kennen zu lernen. Denn ein wichtiges Ziel unserer Exkursionen und dieses Ausfluges ist die Pflege des Kontaktes zwischen Vorstand, Ausschuss und Mitglieder.

Am Sonntag bildeten wir 2 Gruppen. Die Einen erkundeten mit Franz Ströhle die Wandermöglichkeiten am Talschluss im Almdorf Eng und wanderten über die Drijagenalm auf die Binsalm (1.500m). Die nördlichen Kalkalpen mit ihren mächtigen weißen Felswänden und Berggipfeln im Kontrast mit den noch grünen Almwiesen und den bereits eingefärbten Ahorn- und Buchenwäldern waren ein Genuss für die Augen und auch für die Seele.

Die andere kleine Gruppe erkundete mit Doris und Erich Zucalli bei einer Flusswanderung am und im Rißbach die Natur am Wasser. Der Rißbach darf im Naturpark Karwendel noch wild sein. Hier ist nichts verbaut, begradigt oder gezähmt. Mal verläuft der Fluss hier, mal dort, die Landschaft ist in stetem Wandel, das Wasser nagt unaufhörlich an den Uferrändern. Der Flussuferläufer ist längst in sein Winterquartier in Afrika übersiedelt, die immergrüne Deutsche Tamariske trotzt Jahr für Jahr den Überflutungen und so wie der Fluß seinen Lauf nimmt, haben wir in dieser urtümlichen Landschaft unseren Gedanken freien Lauf lassen können.

Leider war die Zeit wieder einmal viel zu kurz für die vielen interessanten Möglichkeiten, die der Naturpark bietet. Wir waren uns einig, dass wir sicher wieder kommen werden. Dann aber nicht an einem Wochenende mit dem unerträglichen Touristenstrom, sondern unter der Woche. Der Naturpark bietet abseits der überlaufenen Hotspots sicher noch viele spannede Erlebnisse und Eindrücke.

Vielen Dank an Helga Pfeiffer und Franz Ströhle, die den Ausflug vorbildlich organisiert haben. Wir vom Vorstand freuen uns schon auf den nächsten Ausflug.