Verbot von Feuerwerken

 

2022-12-29

Auch die Stadt Feldkirch hat sich dieses Jahr den Gemeinden angeschlossen, die das Verbot für Feuerwerke nicht mehr aufheben. Der neue Bürgermeister von Höchst, Stefan Übelhör, hat dies für nächstes Jahr nicht ausgeschlossen. Somit wird die Liste der vernünftigen Gemeinden jedes Jahr ein wenig länger.

Leserbrief von Franz Ströhle in den VN:

Silvesterschock

Die wissenschaftliche Untersuchung, wie gravierend Feuerwerke sich auf das Verhalten von Wildgänsen auswirken, (VN- Bericht 28.12.2022) macht klar, dass mit der Aufhebung des Pyrotechnikgesetzes durch manche Bürgemeister*innen der § 5 des Tierschutzgesetzes missachtet wird. Gemäß diesem ist es verboten, einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen oder es in schwere Angst zu versetzen. Dass Tiere immer betroffen sind, sollte man auch ohne groß darüber nachzudenken wissen. Sehr erfreulich ist, dass mehr und mehr Gemeinden ihre Verantwortung wahrnehmen und in Aussendungen aufklären und ihre Entscheidungen begründen. Die schädlichen Auswirkungen von Pyrotechnik betreffen ja nicht nur den Tierschutz, sie sind umfassend und bekannt. Wenn in dieser Studie angeführt wird, dass der Anstieg der Feinstaubbelastung 650 % höher als der Normalwert war, sagt das auch viel aus. Sehr Lobenswert ist auch, dass Märkte wie Sutterlüty, Spar, Hofer, Lidl oder Penny den Handel mit Pyrotechnik als unvereinbar mit Ihrer Firmenphilosophie erkannt und eingestellt haben. Ein Familienbetrieb in Nüziders nützt dies derzeit noch aus, um das Geschäft auf sich zu ziehen. Ob das Jahr 2023 der absolute Knaller wird, nur weil der 100er-Pack Schweizer Kracher „Pirat extra stark“ mit € 3,99.- beworben und verkauft wird, darf allerdings bezweifelt werden.

 

2022-12-16

Wie weiter unten am 6.12. berichtet, verzichten erfreulicherweise immer mehr Handelshäuser freiwillig auf den Verkauf von Feuerwerken. Auf Anfrage vom AlpenSchutzVerein erhielten wir von folgenden Handelshäusern eine positive Rückmeldung, dass sie keine Feuerwerkskörper mehr verkaufen werden:

SPAR
Hofer
Sutterlüty
Lidl
Penny

Dies ist der positive Effekt der Freiwilligkeit. Doch all jene, die den Verkauf trotzdem noch nicht eingestellt haben, dürfen auf Kosten der Vernünftigen die Gewinne aus ihrem Egoismus einstreichen. Dies ist prinzipiell ungerecht und muss über ein gesetzliches Verbot des Verkaufs von Feuerwerken verhindert werden.

Auffällig ist das Handelshaus Hagebau in Nüziders, das in den VN für viel Geld auch noch Werbung schaltet (siehe Bild). Damit wird die Argumentation des Unternehmens als Heuchelei enttarnt, wenn es behauptet, sie würden sich ja nur am Kundenwunsch orientieren. Wenn der angebliche Kundenwunsch wirklich so stark ist, dann müsste das Unternehmen nicht viel Geld in die Bewerbung von sinnlosen Produkten stecken. Also können wir davon ausgehen, dass die Gier nach Profit der Grund ist, sich nicht wie viele andere freiwillig auf den Verkauf zu verzichten.

Die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt, dass Freiwilligkeit kein adequates Mittel gegen die Gier ist. Daher müssen für Produkte, die Mensch, Tier und Umwelt schaden, gesetzliche Verbote eingeführt werden. Dann ware auch die Gerechtigkeit zwischen den Vernünftigen und den Gierigen wieder hergestellt.

 

2022-12-11

Stellungnahme des Alpenschutzvereines für Vorarlberg und des Alpenschutzverbandes
zum vorliegenden Antrag im Parlament Pyrotechnik der Klasse F2 zu verbieten

§5 Tierschutzgesetz

„Es ist verboten, einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen oder es in schwere Angst zu versetzen“

Durch die Anwendung von Pyrotechnik wird alljährlich millionenfach (hauptsächlich zum Jahreswechsel) gegen dieses Gesetz verstoßen. Die Argumentation, dass Verstöße dagegen kaum zu exekutieren sind, entlastet den Gesetzgeber bzw. jene Bürgermeister*innen nicht, die Ausnahmegenehmigungen erteilen. Es ist daher unvermeidlich, ein Verkaufsverbot wie gefordert gesetzlich zu verordnen.

Was für den Tierschutz gilt, sollte umso mehr auch für den Menschen bzw. Gesundheitsschutz gelten. Auch der Naturschutz wird durch die freigesetzten Giftstoffe und Littering grob missachtet.

Wir bitten, die betreffende Forderung der ins Parlament eingebrachten Bürgerinitiative „Sofortiges Verbot zum Verkauf und zur Verwendung von pyrotechnischen Artikeln der Kategorie F2 zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt“ kompromisslos umzusetzen.

Mag. Franz Ströhle, 1. Vorsitzender des ASV+ÖASV

>>https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/BI/BI_00050/index.shtml

Es gibt die Möglichkeit, den Antrag zu liken, oder selbst eine Stellungnahme unter diesem Link abzugeben.

 

2022-12-06

Immer mehr Handelshäuser verzichten auf den Verkauf von Feuerwerkskörpern. Dies ist eine stete Entwicklung in die richtige Richtung. Doch es gibt auch Handelshäuser, die sich dieser Entwicklung entziehen wollen. Eines davon ist der Hagebaumarkt in Nüziders.

Auf die Anfrage von unserem Obmann Franz Ströhle gab es eine Antwort, die uns aber nicht überzeugen konnte. Wenn da von mehrheitlichem Wunsch der Kund*innen argumentiert wird, dann stellt sich die Frage: Wie wurde dieser mehrheitliche Wunsch erhoben? Wir denken, dass der Umsatz und der Gewinn, der aufgrund der Aufgabe anderer Handelshäuser vielleicht steigen wird, der ausschlaggebende Grund ist.

Doch auch die Argumentation, dass die Feuerwerke nur einen verschwindend kleinen Teil der österreichweiten Emissionen darstellen, ist völlig verfehlt. Damit könnte jeder Mensch in unserem Land zu seinen Emissionen argumentieren. Wäre dies der Fall, müssten wir alle ja nicht mehr Feinstaub und CO2 reduzieren. Dann würden wir alle sehenden Auges in die Klimakatastrophe mit all ihren Auswirkungen laufen.

2022-11-30

Alle Jahre wieder müssen sich die Gemeinden überlegen, ob sie das generelle Verbot für das Abbrennen von Feuerwerken zu Silvester durch eine Verordnung erlauben oder nicht. Bei dem Thema trennt sich die Spreu vom Weizen der Bürgermeister*innen. Die einen haben den Mut, das Verbot aufrecht zu erhalten, den anderen fehlt er noch. Doch immer mehr gehen den Weg der Vernunft und erlassen keine Ausnahmegenehmigung.

Den Mutlosen wollen wir die mutigen und intelligenten Beispiele vor Augen führen. Im nebenstehenden VN-Artikel können sie sich an der Idee der Frastanzer orientieren. Wir finden es toll, dass damit der eine oder andere Euro einem guten Zweck dient, statt sinnlos verpulvert zu werden.

Dank an die Bürgermeister Gohm und Morscher und alle, die die Zeichen der Zeit verstanden haben.

Leserbrief an die VN von Obmann Franz Ströhle:

Spenden statt verpulvern

Der Aufruf von BM Walter Gohm in Zusammenarbeit mit „Frastanz hilft“, auf Feuerwerke und Böller zu verzichten und das Geld lieber notleidenden Dorfbewohnern zu spenden, ist vorbildhaft. (VN- Heimat 30. 11. 2022) Auch die Gemeindevertretung Klaus mit BM Simon Morscher hat einstimmig beschlossen, keine Ausnahmegenehmigung für die Anwendung von Pyrotechnik zu erlassen und ruft zudem die Gemeinden der Oberlandregion auf, es ihnen gleichzutun. Am 10. November fand eine von Umweltlandesrat Zadra einberufene Informationsveranstaltung für die Gemeinden statt und alle Kurzreferate machten deutlich, dass Pyrotechnik weder mit Tierschutz, Naturschutz, Gesundheitsschutz und nicht zuletzt Menschenschutz vereinbar ist. Allein etwas Empathie mit Leuten, die traumatisiert aus Kriegsgebieten zu uns gekommen sind, müsste genügen, um auf diesen „Spaß“ zu verzichten. Eine andere unschädliche Form der Festkultur zum Jahreswechsel, an der sich alle freuen können, ist das Ziel. Dank an alle die rücksichtsvoll, ausgelassen und mit Fantasie den Jahreswechsel feiern können, ohne anderen zu schaden.

 

2022-10-25

In wenigen Wochen beugt sich das Jahr 2022 dem Ende zu. Daher ist eine Diskussion über die Feuerwerke dringend notwendig. Von Jahr zu Jahr sinkt in der Bevölkerung das Verständnis über die Verschwendung und Verschmutzung durch Feuerwerke.

Nun reagiert die Landesregierung und lädt zu einer öffentlichen Diskussion zu diesem Thema. Es sind auch alle Gemeinden des Landes eingeladen. Auch wir rufen dazu auf, sich an dieser Diskussion zu beteiligen.

Informations- und Diskussionsveranstaltung
„Feuerwerke: Nutzen, Schäden, Auswirkungen“
am Donnerstag, 10. November 2022, 18:00 – 20:30 Uhr
in Bregenz, Landhaus, Montfortsaal (EG)

>> Veranstaltung „Nutzung und Wirkung von Feuerwerken“ 2022-11

 

2022-01-09

Die Feuerwerke zu Silvester sind nun vorbei und aus Sicht vieler Menschen war die Knallerei nicht geringer als in den Vorjahren. Auch wenn die Genehmigung in Dornbirn auf die Zeit von 23:00 bis 1:00 beschränkt war, wurde munter davor schon gelärmt und gestunken. Also ist eine zeitliche Einschränkung nicht die Lösung. Die durch die Knallerei vermeldeten Verletzungen, Brände, Tierleid und Freisetzung von Schwermetallen war sicher nicht geringer als in den Jahren davor.

In der Kommunikation von unserem Obmann Franz Ströhle mit den Handelsketten hat sich erfreulicherweise etwas bewegt. Immer mehr Handelsketten verzichten auf den Verkauf von Feuerwerkskörper und stellen immer seltener ihre Außenflächen für Verkaufsstände zur Verfügung. Dies ist ein kleiner Schritt hin zur Verringerung sinnloser Geldverschwendung. Jetzt sollte sich die Politik diesen Weg unterstützen und der Lärm- und Umweltverschutzung endlich ein Ende setzen.

VN Leserbrief Franz Ströhle:

Wo kein Wille da kein Weg

Der Großbrand in Dornbirn, ausgelöst durch Pyrotechnik, die Qualen der Tiere und die in vielfacher Weise geschädigten Menschen werden wohl immer noch nicht ausreichen, damit die politisch Verantwortlichen ihre Hybris aufgeben. Zuerst die zahlreichen gefährlichen Auswirkungen der Pyrotechnik aufzulisten und sie dann doch freizugeben, ist einfach heuchlerisch. Der Spaß hört da auf, wo er auf Kosten anderer geht. Jene Händler, die sich mit steigenden Gewinnen ihres schmutzigen Geschäftes brüsten, sollten sich fragen, wo ihre Verantwortung beginnt. Das zurecht schlechte Image der Feuerwerke als ökologisch verträglich aufwerten zu wollen, ist nichts anderes als ein billiger PR- Gag. Je farbiger ein Feuerwerk seine Feinstaubpartikel in die Atemluft schleudert, um so giftiger ist es. Eine Kartonverpackung ändert daran nichts, im Gegenteil, sie ist noch ein besserer Auslöser für Brände. Menschen, die meinen, auf diesen Spaß nicht verzichten zu können, sind eigentlich arm. Es gibt so viele Möglichkeiten Spaß zu haben, seiner Freude und Lebenslust Ausdruck zu verleihen ohne etwas kaufen oder anderen schaden zu müssen. Wer ist letztlich verantwortlich für Schäden wie dem Großbrand in Dornbirn und wer haftet dafür? Ist es der Jugendliche, dem dies passiert ist, oder sind es jene, die ihm das ermöglicht haben?

Franz Ströhle, Alpenschutzverein für Vorarlberg, Dornbirn

=>Leserbrief VN Franz Ströhle

 

2021-12-13

Es bewegt sich doch etwas. Allgemein ist das Abfeuern von Feuerwerkskörpern der Kat.2 verboten. Feldkirch verzichtet auf eine Ausnahmegenehmigung und hält damit das Verbot aufrecht. Jetzt hoffen wir, dass sich die anderen Bügermeister*innen ein Vorbild nehmen und immer mehr vernünftige Feldkircher*innen auf ein privates Feuerwerk verzichten.

Diesem Verzicht können sich natürlich auch alle anderen vernünftigen Vorarlberger*innnen anschließen.

 

2021-12-11

Alle Jahre wieder kurz vor Jahresende mussen die Bürgermeister*innen des Landes eine Ausnahmegenehmigung für Pyrotechnik bzw. Feuerwerke zu Silvester erlassen. Alle Jahre wieder kontaktieren wir die verantwortliche Politik mit der Bitte, endlich umzudenken und im Sinne der Natur, der Tiere, der Gesundheit der Menschen und der Feinstaubentlastung zu entscheiden.

Mails von Franz Ströhle:

Sehr geehrte Damen und Herren der Abt. Umwelt und Klimaschutz, sehr geehrte Damen und Herren der Vorarlberger Landesregierung,

vorab möchte ich mich bedanken für das Infoblatt und den Apell an die BM des Landes. Darin sind einige wesentliche Aspekte über die Schädlichkeit von Pyrotechnik aufgelistet.

Unserer Meinung nach fehlen aber, oder werden nur am Rande erwähnt, wesentliche Argumente die gegen eine Verordnung der Bürgermeister*innen sprechen, die das an sich gute Pyrotechnikgesetz wieder aufheben und damit ad absurdum führen.

  • Dies sind die vulnerablen Gruppen, besonders die an Atemwegserkrankungen leidenden Menschen. Auch die Rücksichtnahme auf Kinder und ruhebedürftige Personen.
  • Die Haus und Wildtiere, die besonders und langanhaltend unter dem Lärm leiden bzw. traumatisiert werden. Laut Tierschutzgesetz ist es verboten, Tieren Leid zuzufügen.
  • Ein Apell kann zwar einige Leute zum Nachdenken bringen, verhindert aber nicht, wie aus der Vergangenheit bekannt, dass eine Minderheit uneinsichtig bleibt.
  • Die zu erwartenden Unfallzahlen belasten die Krankenhäuser zusätzlich, was angesichts des überlasteten Personals aufgrund der Pandemie nicht zu verantworten ist.
  • Die Einbeziehung der Funkenzünfte fehlt gänzlich. Da braucht es ein klares Verbot zusätzlich zum Funken auch noch ein Feuerwerk zu veranstalten.
  • In Österreich erleiden jährlich 6100 Personen aufgrund der Luftverschmutzung einen frühzeitigen Tod.
  • Ein Infoblatt in den Gemeindeämtern aufzulegen, in dem dazu aufgerufen wird mit Feuerwerken „sparsam“ umzugehen, ist nicht mehr als eine nutzlose Alibihandlung. Damit werden keine Anwender erreicht.
  • Wenn man sich schon nicht dazu durchringen kann das Pyrotechnikgesetz so wie es besteht, ohne Ausnahmen zur Anwendung zu bringen, sollte der Apell an die Bürgermeister*innen deutlich so formuliert sein, dass eine Ausnahmeregelung aus genannten Gründen nicht zu verantworten ist, und auch in Anbetracht des ausgerufenen Klimanotstandes nicht mehr zeitgemäß ist.
  • Es gibt immer mehr Handelsketten die den Widerspruch zu ihrer Firmenphilosophie erkannt haben, wenn sie weiter Pyrotechnik verkaufen und deshalb bewusst darauf verzichten. Diese gilt es im Sinne einer positiven Verstärkung auszuzeichnen. (siehe Anhang)
  • Eine Landesregierung bzw. die Umweltabteilung kann deshalb mutiger sein, denn es ist nur eine kleine Minderheit die in dieser Sache uneinsichtig ist. Dazu gehört aber auch die konsequente Ahndung bei Verstößen. Eine überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ist gegen die Anwendung von Pyrotechnik. Auch aus diesem Grund können die Verantwortlichen nur gewinnen.
  • Auch hier gilt: Meine Freiheit hört da auf, wo die Freiheit der anderen beeinträchtigt wird. Auf das Atmen können wir nicht verzichten, sehr wohl aber auf Feuerwerke!

Mit freundlichem Gruß

Franz Ströhle, Alpenschutzverein für Vorarlberg

 

Sehr geehrte Frau BM Kaufmann,  Herr BM Sutterlüty, Herr BM Loacker, Sehr geehrte Damen und Herren,

wie aus dem VN Artikel ersichtlich, wollen Sie, Frau BM Kaufmann, wiederum eine Ausnahmegenehmigung für Pyrotechnik bzw. Feuerwerke zu Silvester erlassen.

Dies mit Tradition zu begründen, halten wir für ein schwaches Argument, wenn eine ernsthafte Abwägung erfolgt. Die von Frau Benedikt angesprochene Überlastung der Krankenhäuser durch Corona auch noch durch die zu erwartenden Unfälle durch Pyrotechnik zu verschärfen, ist nur ein Aspekt des Ganzen. Ich hoffe, Sie stimmen mit mir überein, dass das ohnehin überlastete KH Personal nicht noch mehr an die Grenzen gebracht werden darf, wenn dies vermeidbar ist.

Die 6100 Personen, die in Österreich alljährlich frühzeitig durch Feinstaubbelastung sterben, kann man auch nicht außer Acht lassen, wenn man weiß, dass diese Belastung zum Jahreswechsel und am Funkensonntag Spitzenwerte mit hochgiftigen Emissionen erreicht. Die dauerhafte Belastung des Bodens und der Gewässer, der Schutz der Tiere und nicht zuletzt der Menschen sollte Grund genug sein, diese zweifelhafte „Tradition“ hinter sich zu lassen. Ein weiterer Aspekt ist der Widerspruch, wenn einerseits zur Flurreinigung aufgerufen wird und andererseits ein Littering-Problem mit sehr problematischen Rückständen durch Pyrotechnik entsteht, deren Beseitigung (soweit überhaupt möglich) hohe Kosten verursacht.

Klar ist auch, dass eine überwiegende Mehrheit der Bevölkerung aus genannten Gründen und aus Rücksicht gegenüber Menschen, Tieren und aus Naturschutzgründen Pyrotechnik ablehnt.

Es gibt schon viele Handelsketten, die den Verkauf von Pyrotechnik entweder schon eingestellt haben und auch zukünftig darauf verzichten.

„Es kommt jetzt auf alle an“, die sich bewusst sind, dass die eigene Freiheit dort aufhört, wo die Freiheit und Lebensqualität anderer beeinträchtigt wird, nicht nur bei einer Pandemie…

Als Gemeindeverbandspräsidium bitte ich Sie um eine Rückmeldung, welche Gemeinden bereit sind, auf eine Ausnahmeverordnung vom an sich sehr guten Pyrotechnikgesetz zu verzichten. Wir werden uns bemühen, diese Vorbilder Medial „vor den Vorhang“ zu holen.

Dass dies nicht zu exekutieren ist, wie im Artikel erwähnt, wäre eine komplette Bankrotterklärung gegenüber jeder Gesetzeslage. Aktive Aufklärung und eine gezielte Werbekampagne für ein freudvolles Feiern ohne andere und die Natur zu schädigen, könnte ein Umdenken auch bei den meisten Pyrotechnik-Fans bewirken.

Mit der Bitte um Rückmeldung bzw. Stellungnahme

 

Mit freundlichen Grüßen

Franz Ströhle, 1. Vorsitzender des Alpenschutzvereines für Vorarlberg

 

Was können wir tun, wenn die Politik auf unsere Forderungen nicht reagiert?

Wir können damit beginnen, auf Feuerwerke zu verzichten und andere davon überzeugen. Setzen wir den ersten Schritt.

=> Infoblatt Feuerwerke VLR