UN-Artenschutzkonferenz in Montreal

2022-12-07

Auf dieser Konferenz soll nun endlich ein Rahmenabkommen der weltweiten Artenvernichtung einen Riegel vorschieben. Eines der Ziele der Weltbiodiversitätskonferenz ist es, dass 30 Prozent der Flächen an Land und im Meer bis 2030 unter Schutz stehen. Dies ist ein herausforderndes Ziel, aber es kann erreicht werden. Dazu braucht es aber möglichst klar definierte Artenschutzziele für die Vertragsstaaten.

Auch Österreich hat auf Basis der EU-Vorgaben eine solche Biodiversitäts-Strategie erstellt, der nächste Schritt ist jedoch noch ausständig. Vor einer Woche wurde die Regierung in einem Offenen Brief des Österreichischen Biodiversitätsrats aufgefordert, die Strategie noch vor dem Beginn der Konferenz in einem Ministerrat zu beschließen. Die Biodiversitätskrise betrifft Österreich genauso wie den Rest der Welt, etwa den Rückgang an Insekten und bei Vögeln in der Kulturlandschaft. Von der Konferenz erhoffen wir uns verpflichtende Schritte, von der Politik und der Gesellschaft, dass sie mehr nach wissenschaftlicher Evidenz statt wirtschaftlichen Interessen handelt.

Der AlpenSchutzVerein begrüßt die starken Worte des UNO-Generalsekretärs Antonio Guterres bei der Eröffnung der Artenschutzkonferenz im kanadischen Montreal:

„Wir behandeln die Natur wie eine Toilette“ und „Die Menschheit ist zu einer Massenvernichtungswaffe geworden“