Studie zu Radweg durch das Achtal

2021-07-07

In den vergangenen Monaten gab es einen regen Austausch der Positionen für und wider eines Radweges durch das Achtal, von Kennelbach nach Doren. Für die einen ist er unbedingt notwendig, egal was die Errichtung aber auch der Erhalt kostet. Für andere ist der Schutz der Natur im NATURA2000-Gebiet Bregenzerachschlucht und der Erhalt eines abenteurlichen Wanderpfades in diesem Naturjuwel wichtiger.

Nun zeigt die lang erwartete Studie auf, dass eine Realisierung des Radweges (rein technisch gesehen) machbar wäre, wenn auch mit Errichtungskosten von € 40 Mio. und den noch nicht abschätzbaren Erhaltungkosten. Nicht alles technisch Umsetzbare ist auch vernünftig. Wer den Weg von Kennelbach nach Doren mit offenen Augen durchwandert, muss sich fragen, wieviel Natur müsste für den Radweg und seine Absicherungen (z.B. Steinschlagnetze, etc.) zerstört werden. Welche Qualität hätte dieser Radweg für die Wanderer und Naturliebhaber, wenn dann busweise E-Bike-Massen mit 25 km/h im Gegenverkehr die Wanderung zum Sicherheitsrisiko machen.

Der AlpenSchutzVerein hat dazu eine klare Position:
Hände weg vom NATURA2000 Gebiet Bregenzerachschlucht. Wir wollen nicht die letzten Naturjuwele im Nahbereich des Industriestandortes Rheintal dem Massentourismus opfern.

Darum begrüßen wir auch die von LR Rauch angekündigte Alternativenprüfung für eine Radverbindung zwischen Rheintal und Bregenzerwald und hoffen auf eine für die Radfahrer komfortable Lösung.