„Strafverfahren für Flexenarena“

2021-10-28

Kurz vor dem Weltcuprennen in Zürs (natürlichen Schnee hat es noch keinen) gibt es die ersten Beschwerden gegen die Strafbescheide der Bezirkshauptmannschaft Bludenz.

VN-Artikel

 

2021-08-28

Inzwischen gibt es bereits 10 bestätigte Strafverfahren der BH-Bludenz im Zusammenhang mit dem Bau der Flexenarena in Zürs. Dabei geht es fast immer um Verstöße gegen das Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung. Dies scheint im „subra Ländle“ schon gängige Praxis zu sein, sind doch die nicht für die Öffentlichkeit zugänglichen Strafen scheinbar so niedrig, dass sie immer öfters ignoriert werden. Um dem Abhilfe zu schaffen, müsste die BH auch mal die Courage haben, ein nicht genehmigtes Bauvorhaben rückbauen zu lassen. Nur dann kann sich das Gesetz auch durchsetzen.

 

2021-05-13

Die Betreiber der Flexenarena sind nun schon mit dem vierten Strafverfahren konfrontiert. Um den Parallelslalom nach Zürs/Lech zu bekommen, ließen sie im Eiltempo eine Armada von Baggern auffahren, um für die Rennstrecke und die Flutlichtanlage eine riesige Wunde in die Natur zu schlagen. Dass dabei nicht alle Genehmigungen vorlagen ist bekannt und mündete in Strafverfahren durch die BH-Bludenz. Ob dies nun der Eile geschuldet war oder aber der Arroganz der Betreiber gegenüber den sicher bekannten Vorschriften, überlassen wir dem Urteil der Leser. Für den AlpenSchutzVerein ist das ganze Verfahren eines von vielen Beispielen in unserem Land, bei dem das sogenannte „öffentliche Interesse“ scheinbar alles rechtfertigt. Der Schaden ist angerichtet, bei einer Verurteilung werden die Betreiber vermutlich eine lächerliche Strafe zahlen und im nachhinein die Genehmigung erhalten.

Sollten die Parallelbewerbe aus dem Rennkalender gestrichen werden, dann wurde nicht nur sinnlos Natur zerstört, sondern auch viel Geld sinnlos vergeudet.

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2021-02-20
Leserbrief in den VN

„Mehr vom Gleichen in Zürs und Lech ist geplant. (VN 17. 2. 2021 „Millionen-Investitionen am Arlberg“) Mehr Beförderungs-Kapazität der Lifte, mehr Verkehr, mehr Rummel, mehr Unfälle, mehr … Wenn das auch noch mit mehr Qualitätsstandard begründet wird, stellt sich die Frage, warum die Planer mehr Quantität als mehr Qualität verkaufen wollen. Die nachfolgenden erheblichen Geländeeingriffe, wie von der Naturschutzanwaltschaft befürchtet, werden damit pariert, dass derzeit keine Einreichunterlagen für Pistenadaptierungen vorliegen, was im Klartext nur die Fortführung der üblichen Salamitaktik bedeutet. Geschäftsführerin des Vereines VITALPIN Theresa Haid hat vor nicht langer Zeit in den VN verkündet: „Es braucht ein Umdenken“ und „Ziel im Alpentourismus ist nicht ein Mehr an Menge, sondern ein Mehr an Wert“. Vorarlberger Mitglieder dieses Vereins sind u.a. Doppelmayr GmbH, Ski Zürs AG, Silvretta Montafon und Tourismusbetriebe Holding Warth. Vom angekündigten Dialog mit der Bevölkerung und Alpenschutz-NGOs „um die überwältigende Natur zu schützen“ ist nichts mehr zu hören. Herr Manhart droht einem Grundeigentümer, der die Pläne zum Neubau der Schlosskopfbahn ausbremst, unverhohlen eine mögliche Dienstbarkeitsenteignung an. Das soll womöglich wieder unter dem Passus „Im überwiegenden öffentlichen Interesse“ durchgesetzt werden, obwohl sich bei einer WWF Umfrage schon mehr als 80 Prozent der Befragten gegen einen weiteren Skiausbau aussprechen.“

Franz Ströhle, Alpenschutzverein

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