STOPP des ASFINAG S18 CP Vorprojektes

2021-11-06

Am 8.Oktober übergab eine Allianz für Klimaschutz, bestehend aus 16 Organisationen (darunter auch der AlpenSchutzVerein) dem Vorarlberger Landtag eine Petition für eine klimafreundliche Mobilität.

Die Initiative Lebensraum Zukunft Lustenau – Unteres Rheintal fordert: Sofortige Einberufung des Regionalforums und Stopp des laufenden ASFINAG Vorprojektes, das eine weitere Verzögerung bedeutet. Eugen Schneider, Sprecher der Initiative: „Wir stehen vor irreparablen Klima-Kipppunkten und dürfen nicht weiter zuwarten. Die Initiative fordert deshalb die Erarbeitung eines wirksamen, klimatauglichen Mobilitätskonzeptes unter Einbeziehung aller lokal Betroffenen. Die Allianz für den Klimaschutz besteht und ist voll handlungsfähig.“

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2021-07-05

Es ist sicher legitim, wenn die Interessensvertretung der Vorarlberger Industrie vehement den Ausbau der Straßeninfrastruktur fordert. Sie scheint dabei nur auf des ewige Wachstum der Wirtschaft ohne Rücksicht auf die Konsequenzen fokusiert zu sein. Wir als Naturschutzorganisation haben dazu natürlich genauso legitim einen anderen Blick auf dieses Projekt.

Der Leserbrief von Franz Ströhle in der VN zum Bericht „IV-Präsident fordert schnelle Umsetzung der S 18“, VN vom 11. 6. 2021:

„Industriellen-Präsident Martin Ohneberg ist sauer. Er will die schnelle Umsetzung der S-18-/CP-Pläne. Was er fürchtet, wird zwar nicht ausgesprochen, liegt aber nahe. Dem Widerstand soll möglichst wenig Zeit eingeräumt werden, sich zu formieren. „Speed kills“, wie es Wolfgang Schüssel, Vertreter und Pusher einer neoliberalen Wirtschaftsweise damals nannte. Einfach drüberfahren könnte man es auch nennen. Dass die CP-Variante der S 18 eine mindestens so schlechte Lösung wie die Z-Variante wäre, die jeden erdenklichen Widerstand rechtfertigt, dafür gibt es genügend Gründe. Individual- und Schwerverkehr sind die größten Emittenten für die Treibhausgase im Land. Wie passt diese völlig nicht mehr zeitgemäße Planung zur Ausrufung des Klimanotstandes, der einstimmig von der Landesregierung beschlossen wurde? Wie passt diese Variante zum Bekenntnis zum Schutz von Grund und Boden, zum Erhalt der Lebens- und Erholungsräume, zum Bekenntnis zur Nachhaltigkeit? Sind das alles nur Lippenbekenntnisse, um weiter auf dem gleichen Kurs fahren zu können? Was es braucht, ist ein Umbau zu einem menschen- und naturverträglicheren Verkehrssystem. Wir sind am Scheideweg. Wollen wir weiter diesen ruinösen rückwärtsgewandten Weg verfolgen oder doch lieber den anderen, den neuen, den ressourcenschonenden?“

Franz Ströhle, AlpenSchutzVerein für Vorarlberg, Dornbirn