Projekt Alpenbockkäfer „Rosalia alpina“

2021-01-09

Der Naturschutzverein Verwall/Klostertaler Bergwälder und der Alpenschutzverein haben gemeinsam dieses Projekt angeregt, welches jetzt an einem ersten Standort im NATURA-2000 Gebiet Klostertaler Bergwälder in Dalaas umgesetzt wurde.

Die Holzstämme sind Teil eines Monitoring-Projekts zur Untersuchung des Vorkommens des Alpenbockkäfers im Europaschutzgebiet „Klostertaler Bergwälder“. Im Zuge des Projekts werden an drei unterschiedlichen Standorten im Tal (Innerbraz, Dalaas, Klösterle) jeweils fünf Totholzstämme aufgestellt, die dem Alpenbockkäfer als potentielle Bruthabitate dienen und dadurch den Nachweis dieser seltenen Art erleichtern sollen.

Der Käfer, der als einer der schönsten Buntkäfer gilt, bevorzugt für die Eiablage stehendes Totholz der Buche, möglicherweise auch Ahornholz. Die Larve benötigt mehrere Jahre bis zum Schlupf des Imago.

Die Standorte wurden anhand bestehender Fundmeldungen ausgesucht, so erfolgte im Bereich Obermarias-Matón vor ein paar Jahren ein direkter Nachweis des Käfers. Finanziert und umgesetzt werden die Arbeiten von den Österreichischen Bundesbahnen im Rahmen von behördlich vorgeschriebenen Ersatzmaßnahmen für die Sanierungsarbeiten entlang der Zugstrecke Bludenz-Langen.

Nun gilt es gemeinsam in den Monaten Juli/August diese Lockstämme zu beobachten und mögliche Käferbesuche über die nächsten Jahre zu dokumentieren.