Photovoltaik und Windkraft im Gebirge?

2022-09-17

Aktuell beschäftigt sich der AlpenSchutzVerein mit dem Tthema Energiewende und Energieautonomie. Dabei haben wir festgestellt, dass dieses Thema immer mehr zu einer Diskussion „Enegiewende versus Naturschutz“ wird. Als Naturschutzorganisation liegen uns selbstverständlich beide Themen sehr am Herzen. Es darf daher nicht zu einem Gegeneinander kommen. Ziel muss es sein, beide Themen unter ein gemeinsames Dach zu bekommen. Daher braucht es ein rücksichtsvolles Miteinander um beide Ziele miteinander zu vereinbaren. Daraus ergibt sich dir heikle Frage: „Wie viel Naturzerstörung müssen wir im Namen der Energiewende hinnehmen?“

Wenn von einigen Interessenten die Energiewende ohne Rücksicht auf die Auswirkungen auf die Natur das alleinige wirtschaftliche Interesse in den Vordergrund gestellt wird, dann braucht es unser kritisches Engagement. Sollte der Ausbau der alternativen Energieformen unter dem Gesichtspunkt des ewigen Wachstums bis in die letzten unberührten Landschaftskammern vorangetrieben werden, dann müssen wir wieder einmal recht laut sagen: „al langat“. Wenn wir unsere Art zu leben nur mit der weiteren Zerstörung der Natur erkaufen können, dann müssen wir unseren Lebensstiel ändern und der Bescheidenheit wieder mehr Platz einberaumen.

Aktuelle Entwicklung

Speicherteichbaustelle Gargellen Bild: Dagmar Sottopietra

Als Beispiel für einen Weg, den wir für falsch erachten, ist in folgendem Artikel im ORF Tirol zu sehen. PV-Anlagen im freien Gelände im Hochgebirge und dann vielleicht auch noch Windräder auf gut sichtbaren Kammlagen können nicht im Sinne der angestrebten Belebung des Sommertourismus sein. Schon gar nicht im Sinne des Natur- und Landschaftschutzes.

https://orf.at/stories/3284362/

Diese Entwicklung gibt es nicht nur im Tourismusland Tirol, sondern sicher auch in Vorarlberg. Dann können wir als Naturgenießer bei unseren Wanderungen nicht nur die Liftanlagen, die Beschneiungseinrichtungen, die Lichtmasten in Zürs, die künstlichen Speicherteiche und deren jählichen Baustellen, die Windräder, die LKW-tauglichen Straßen, die PV-Anlagen, u.v.a.m. bewundern. Vielleicht gibt es dann in Zukunft nicht nur Geologie- und Waldlehrpfade, sondern auch Industrielehrpfade bis in die höchsten Gletscherregionen.