Naturschutzgebiet Rheindelta ist keine Bodenaushubdeponie

2022-08-31

Für viele mag der Titel provokant klingen. Wer könnte denn auf die absurde Idee kommen, in einem Naturschutzgebiet und Europaschutzgebiet Bodenaushub zu entsorgen? Er ist aber sehr ernst und vor allem konkret. Die Rohrspitz Yachting Salzmann e.U. hat beim Landeshauptmann um die Bewilligung angesucht, den Bodenaushub für die leider bereits bewilligte Tiefgarage im Naturschutzgebiet (schon dass ein Wahnsinn) in der Nähe der Baustelle zu deponieren. Dafür werden von der Antragstellerin 5 Gebiete vorgeschlagen. Dabei geht es um die enorme Menge von ca. 15.600 m3. (Damit könnte ein durchschnittliches Fußballfeld 2,18m hoch aufgeschüttet werden)

Was ist ein Naturschutzgesetz oder eine Richtlinie für Europaschutzgebiete noch Wert, wenn gewisse Menschen glauben, sie dürfen alles und diese Position bis zum Letzten ausreizen. Es ist für uns einfach unvorstellbar, dass nach der Bewilligung dieses monströsen Projektes, nun auch noch das Rheindelta in eine Bodenaushubdeponie umgewandelt werden soll. Dies vielleicht auch noch mit der Argumentation „im überwiegenden öffentlichen Interesse“. Vielmehr wäre es enorm wichtig, das Projekt „Wiedervernässung des Rheindeltas“ endlich voranzubringen, damit das Naturschutzgebiet auch noch für weitere Generationen erhalten bleibt.

Der AlpenSchutzVerein hat sich in einer Stellungnahme vehement gegen eine Genehmigung ausgesprochen. Auch der Amtsachverständige für Naturschutz hat eine negative Stellungnahme abgegeben. Hoffentlich stellen sich auch die anderen Naturschutzorganisationen vehement gegen eine Genehmigung dieses Ansuchens.

Wer sich näher informieren möchte, kann folgende Dokumente runterladen:

Kundmachung vom 02.08.2022 der BH-Bregenz: Kundmachung Salzmann Deponie 2022-08

Stellungnahme des AlpenSchutzVereins: Stellungnahme ASV 2022-08-26