„Millionen-Investitionen am Arlberg“

2021-02-20
Leserbrief in der VN

„Mehr vom Gleichen in Zürs und Lech ist geplant. (VN 17. 2. 2021 „Millionen-Investitionen am Arlberg“) Mehr Beförderungs-Kapazität der Lifte, mehr Verkehr, mehr Rummel, mehr Unfälle, mehr … Wenn das auch noch mit mehr Qualitätsstandard begründet wird, stellt sich die Frage, warum die Planer mehr Quantität als mehr Qualität verkaufen wollen. Die nachfolgenden erheblichen Geländeeingriffe, wie von der Naturschutzanwaltschaft befürchtet, werden damit pariert, dass derzeit keine Einreichunterlagen für Pistenadaptierungen vorliegen, was im Klartext nur die Fortführung der üblichen Salamitaktik bedeutet. Geschäftsführerin des Vereines VITALPIN Theresa Haid hat vor nicht langer Zeit in den VN verkündet: „Es braucht ein Umdenken“ und „Ziel im Alpentourismus ist nicht ein Mehr an Menge, sondern ein Mehr an Wert“. Vorarlberger Mitglieder dieses Vereins sind u.a. Doppelmayr GmbH, Ski Zürs AG, Silvretta Montafon und Tourismusbetriebe Holding Warth. Vom angekündigten Dialog mit der Bevölkerung und Alpenschutz-NGOs „um die überwältigende Natur zu schützen“ ist nichts mehr zu hören. Herr Manhart droht einem Grundeigentümer, der die Pläne zum Neubau der Schlosskopfbahn ausbremst, unverhohlen eine mögliche Dienstbarkeitsenteignung an. Das soll womöglich wieder unter dem Passus „Im überwiegenden öffentlichen Interesse“ durchgesetzt werden, obwohl sich bei einer WWF Umfrage schon mehr als 80 Prozent der Befragten gegen einen weiteren Skiausbau aussprechen.“

Franz Ströhle, Alpenschutzverein

https://VN.AT/sukCHz