Klimakatastrophe und Skilauf

2022-11-12  

Die Seilbahnwirtschaft investierte und investiert immer noch viele Millionen in die Schneesicherheit. Die Beschneiung der Pisten ist in den letzten Jahren bis in die Gletscherskigebiete vorangeschritten. Schneekanonen, Schneelanzen, Altschneedepots, Speicherteiche, Pumpstationen, Zufahrtsstraßen und zukünftig auch Windräder zerstören immer mehr Naturflächen. Von Jahr zu Jahr zeigt uns die Klimaentwicklung erneut auf, dass dieser Krieg (Schneekanonen) nicht gewonnen werden kann. Doch die Klimaleugner wollen dies einfach nicht wahrhaben und stecken Jahr für Jahr im Konkurrenzkampf mit anderen Destinationen weitere Millionen (auch Steuergeld) in einen aussichtlosen Kampf.

Jetzt könnte man einwenden, dass wir im AlpenSchutzVerein viel zu pessimisisch sind. Wir beobachten jährlich die naturzerstörerischen Aktivitäten der Tourismusverantwortlichen, der inzwischen die Formen eines Überlebenskampfes angenommen haben. Wenn man nun diese Aktivitäten und die immer stärkeren Warnungen der Klimawissenschaft zusammenzählt, ergibt die Rechnung 1+1 das logische Ergebnis 2. Je mehr das Kapital des Tourismus, nähmlich die Natur für den sterbenden Wintertourismus zerstört wird, desto mehr wird auch das Kapital für einen sanften Wintertourismus und vor allem den Sommertourismus zerstört.

Bitte beobachten sie selbst die oben angeführte pessimistische Entwicklung selbst. Wo bleiben die Schneemengen der früheren Novembertage? Welche Skirennen wurden dieses Jahr schon wieder wegen Schneemangel abgesagt? Wieviel Kriegsgerät (Schneekanonen und Schneelanzen) wird jährlich angeschafft, um den aussichtslosen Kampf gegen die Klimaerwärmung doch noch zu gewinnen? Wo werden weiße Schneebänder in die noch grüne Landschaft gezaubert, um einen minimalen Skibetrieb zu ermöglichen?

Würden diese Klimaleugner den Tatsachen der Wissenschaft in die Augen sehen, dann würden sie eine andere Strategie fahren. Dann würden sie auf den sanften Tourismus setzen und unser aller Kapital, unsere schöne Natur, schützen und pflegen.