Es tut sich etwas im Handel

201-05-18

Wenn es in der Vergangenheit um die Themen Pyrotechnik und Pfand auf Einweggebinde ging, haben wir eindeutig Stellung bezogen. Pyrotechnik ist nach Möglichkeit strikt zu verbieten und ein Pfandsystem für Einweggebinde ist baldigst einzuführen.

Nun haben sich einzelne Handelsunternehmen vorsichtig in die richtige Richtung bewegt. Das wollten wir nicht unerwähnt lassen. Darum hat sich Franz Ströhle dazu in einem Leserbrief in den VN dazu geäußert. Ein Ziel ist es, die positiven Beispiele auch zu würdigen und ein wenig als Vorbilder in den Vordergrund rücken.

Leserbrief

„Die guten Nachrichten sind selten, aber es gibt sie, wenn auch oft unbemerkt. Aufgrund der Erfahrungen mit der Coronapandemie war die Hoffnung verbunden, dass ein Umdenken in vielen Bereichen stattfindet. Ein erfreulicher Wandel ist nun da und dort zu beobachten. So hat die Hofer GmbH angekündigt, zukünftig auf den Handel mit Pyrotechnik zu verzichten, wie schon vorher Lidl und Sutterlüty.

Die Widersprüche zu den Werten der eigenen Firmenphilosophie waren wohl zu offensichtlich. Die Hoffnung, dass andere Handelsketten diesen Vorbildern folgen, lebt. Spar hat nun ein vorbildliches und zukunftsweisendes Projekt zur Plastikvermeidung im Messepark gestartet, wie vorher schon in den anderen Bundesländern. In sogenannten „Teststationen“ gibt es die Möglichkeit, Bioprodukte ohne Plastikverpackung selbst in entweder mitgebrachte Behältnisse oder in Papiersäcke abzufüllen.

Dieses Projekt könnte der Beginn der Zukunftsvision plastikfreies Einkaufen werden und ist sicher ausbaufähig. Die fast täglichen Berichte über das Einsammeln von Plastikmüll, der in der Natur landet, könnten dann auch bald Geschichte sein.

Vorausgesetzt, Wirtschaft und Handel geben den unwürdigen Widerstand gegen das geplante Pfand und Recyclingsystem für Einweggebinde auf.“

Franz Ströhle, AlpenSchutzVerein Dornbirn